Rezepte



Lachsfilet mit Bandnudeln
Spaghetti Bolognese mit Muscheln
Pulled Pork
Kartoffelsalat

Lachsfilet mit Bandnudeln

Als Rezept zum Anfang biete ich einen Klassiker an: Lachs mit Bandnudeln, das gibt es bei uns immer wieder mal. Meine Zubereitung ist dabei so, dass ich Tiefkühl-Lachsfilets, wenn sie fast aufgetaut sind, in Stücke, ähnlich wie Gulasch – aber nicht zu klein – zuschneide. Am liebsten sind mir Stücke mit Haut, die kann man schön kross braten. Um zu verhindern, dass der Lachs an der Schnittstelle zerbröselt, ist ein wirklich scharfes Messer nötig. Etwas leichter geht es, wenn die Filets eben noch nicht ganz aufgetaut sind. Die Stücke sortiere ich auf einem Teller und würze mit Salz, Pfeffer und Zitrone und lasse sie zwei bis drei Minuten liegen. Danach kommen die Stücke einzeln, zuerst mit der Haut nach unten, in die nicht zu heiße Pfanne. Im weiteren Verlauf wende ich die Stücke so, dass jede Seite etwas Farbe bekommt.

In die Pfanne kommen, wenn ich gerade welche habe, eine Handvoll Garnelen (King Prawns), dazu in kleine Stücke geschnittene Frühlingszwiebeln, vor allem das Grün und eine Pepperoni, die ich halbiere, entkerne und in kleine Stücke schneide.

Dazu gibt es eine Zitronenbuttersoße. Ich muss zugeben, dass ich es mir hier meistens etwas leicht mache und eine Tüte nehme, statt klassisch mit Mehlschwitze, Milch etc. zu arbeiten. Am besten gefällt mir die Soße vom Hersteller mit den „grünen Tüten“. In die Soße kommen dann noch etwas Salz, Pfeffer, Schnittlauch, Petersilie und Dill, und nicht zu vergessen, einige kräftige Spritzer Zitrone. So abgerundet, das versichere ich, vergisst man glatt die „Tüte“.

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Spaghetti Bolognese mit Muscheln

Inzwischen ja auch ein Klassiker, aber immer wieder gern serviert und vor allem bei Kindern beliebt. Für die Soße nehme ich 500 gr. Rindermett, eine nicht zu kleine Zwiebel, Tomatenmark und ein Tetrapack (500gr.) passierte Tomaten. Ich habe festgestellt, dass kaum jemand gerne kleine Tomatenstückchen in der Soße haben will. Ein oder zwei Zehen Knoblauch gehören für mich unbedingt dazu, abgerundet wird mit etwas Thymian, Rosmarin, einem Lorbeerblatt und Oregano. Die Kräuter kann ich mir erfreulicherweise normalerweise aus meinem Garten holen. Die Zweige kommen in ein Kräuterei, ein großes Teeei. Das wird in die Soße gehängt und kann zum Schluss einfach entfernt werden. Wer nicht damit „angeben“ kann, eigene Kräuter zu haben, nimmt einfach gerebelte aus dem Gewürzregal,  funktioniert auch  ;-)).

Das Rindermett wird in etwas Olivenöl angebraten, gut mit Salz, Pfeffer und Rosenpaprika gewürzt, das Mett  erhält man ja normalerweise ungewürzt, die Zwiebelwürfel dazu, zum Schluss ein bis zwei Esslöffel Tomatenmark mit anschwitzen, mit ein klein wenig Wasser ablöschen und die Kruste vom Topfboden ablösen. Dann die passierten Tomaten dazugeben, das Tetrapack mit einem kleinem Schluck Wasser ausspülen und dazugießen. Das Kräuterei in die Soße hängen und alles mindestens 30 Min. leicht köcheln lassen. Unbedingt den Topfdeckel aufsetzen, um die Spritzer im Topf zu halten! Wem die Soße zum Schluss noch zu flüssig ist, darf problemlos mit etwas dunklem Soßenbinder abbinden.

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Pulled Pork

Kaum ein ernsthaftes Barbecue in Amerika ohne Pulled Pork. Die Herstellung ist scheinbar eine Wissenschaft für sich: Jede Menge geheime Gewürzzusammenstellung zum Auftragen und Zeit, viel Zeit, sehr viel Zeit zum Garen und Räuchern bei niedriger Temperatur. Ich habe verschiedentlich darüber nachgedacht, wie ich das mal machen könnte. Das Ergebnis dieser Überlegungen ist vielleicht überraschend aber erstaunlich schmackhaft wie ich finde. Und so hab ich das gemacht:

Ein schönes Stück Schweinenacken im Stück, ca. eineinhalb Kilo, eingeschmiert mit reichlich Gewürzpaste und im Bratschlauch für 10 Stunden bei 100 Grad in die Bratröhre gepackt. Die Gewürzpaste habe ich so realisiert: Reichlich mittelscharfer Senf, Rapsöl, Pfeffer und Salz, Paprikapulver, Honig und Tomatenketchup. Alles verrührt und das Fleisch damit sehr großzügig eingeschmiert, in den Bratbeutel gepackt, ein winziges Loch eingestochen, und ab in den Ofen.

Vorweg, das Ergebnis war gar nicht mal schlecht aber trotzdem noch ausbaufähig. Das Fleisch fällt schon beim Hinsehen auseinander und die Kruste ist sagenhaft. Leider ist das Fleisch im Inneren des Bratens auf diese Art nicht besonders gewürzt. Das Ganze habe ich dann mit Rippchen gemacht und das war ausgezeichnet, da das Fleisch nicht so dick ist. In einem weiteren Versuch mit einem Nackenstück habe ich das Fleisch etwas eingeschlitzt, die Gewürzpaste ordentlich dick aufgetragen, auch in die Schlitze, und für zwei Tage in den Kühlschrank gelegt. Also, es geht natürlich immer noch besser, aber ich bin erst mal zufrieden. Mal sehen, was mir noch dazu einfällt.

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Kartoffelsalat

Kartoffelsalat??? Ja, ehrlich??? Ja, tatsächlich! Ich habe da nämlich so mein eigenes Rezept und immer wenn mal grillen angesagt ist oder Feiern sind, möchte ich doch bitte eine Wanne Kartoffelsalat beisteuern. Da viele dann wissen wollen, wie ich das mache, hier also zum nachmachen meine Art den Salat herzustellen.
Am Vortag koche ich etwa 1kg festkochende Kartoffeln mit Schale, nicht zu lange, damit sie nicht zu matschig werden. Am liebsten verwende ich Drillinge, jedenfalls kleine Kartoffeln. Ich finde es schön, wenn die Kartoffelscheiben nachher ganz sind, sieht einfach eleganter aus. Übrigens, die Pelle sollte man am Besten von der noch heissen oder aber kalt abgeschreckten Kartoffel schälen. Zusätzlich koche ich dann noch 4 – 5 harte Eier. Beides lasse ich abkühlen und stelle es bis zum nächsten Tag kalt. Vormittags schneide ich dann 5 Gewürzgurken, ich komme dabei immer wieder auf Spreewälder zurück. Eine halbe bis dreiviertel rote Paprika auch in Stücke schneiden und, je nach Größe, 3 – 5 Frühlingszwiebeln samt Grün aufschneiden, ausserdem eine nicht zu große Zwiebel. Dazu kommen dann die klein gewürfelten harten Eier. Zum Schluss schneide ich noch eigenen 😉 Schnittlauch und Petersilie dazu. Nach einem kurzen Vermengen kommen die Kartoffelscheiben dazu. Eine kräftige Prise Salz und etwas Pfeffer runden alles ab. Jetzt noch einmal vooorsichtig alles vermengen und kalt stellen. Die Majonäse kommt erst 1 – 2 Stunden vor dem Servieren dazu, dann wird alles wieder vooorsichtig vermischt. Das mache ich, weil ich, was die Majonäse betrifft, sehr eigen bin, denn ihr kommt beim „Abrunden“ des Salates eine entscheidende Bedeutung zu. Mein Favorit ist schon seit längerem Miracel Whip, sie hat eine gute Konsistenz und eine ganz feine Säure, was perfekt zum Salat passt. Da der Ölanteil in der Majonäse aber nicht so groß ist, ist sie zwar nicht so heftig ( fett ), verliert aber bald die Bindung, sie wird etwas flüssig. Natürlich ist aber auch jede andere Majonäse verwendbar. Um festzustellen, ob sie sich auch geschmacklich eignet, mache ich den Test mit einem halben Teelöffel Majonäse pur. Man sollte aber ruhig anspruchsvoll sein, denn die Majonäse ist, wie ich schon erwähnt habe, von Bedeutung für den Geschmack.

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